2020, Wetzelsdorf

TanzPflanzPlan

Georg Winter / TanzPflanzPlan AG führten den ersten Workshop am TanzPflanzFeld in Wetzelsdorf im Aug. 2020 durch, und aktivieren nun 2021 den TanzPflanzPlan mit Pflanzungen und Performances.

Direkter Urbanismus
Partizipation
Stadt / Region planen

ein Projekt von Georg Winter/ TanzPflanzPlan AG

Georg Winter (Projektkoordination); Hyun Ju Do, Julia Rabusai, Christian Richert (Performance, Tanz, Installation/ S_A_R Projektbüro Völklingen); Corinna Schneider (Grafik, Kommunikation); Silke Herrich und Marlene Gollner (Tanz, Vermittlung, Graz).

Kooperationspartner: Land- und Forstwirtschaftsschule Grottenhof

Termine:
Erstes Säen, Pflanzen und Tanzen!
Freitag, 16.04.2021, ab 9:00 Uhr
Samstag, 17.04.2021, ab 14:00 Uhr

Performatives Jäten!
Samstag, 15.05.2021, 16:00
Montag, 17.05.2021, 16:00:
Mit Christian Mayer (Leitung Kulturjahr Graz 2020), Erich Kerngast (Land- und Forstwirtschaftsschule Grottenhof), u.a.

Ab 03.06.2021:
Jeden Donnerstag von 18.00-19.30:
"Versuch einer Annäherung im Übungsfeld mit Pflanzen und Anderen. Bewegung in den Übergangsräumen" mit Marlene Gollner und Silke Herrich:
Interessierte BewohnerInnen/ GrazerInnen sind herzlich eingeladen teilzunehmen.

12.07.-17.07.2021:
Performances auf dem Feld +
Samstag, 17.07., 11:00: TanzTanzTag

In Wetzelsdorf arbeitet Georg Winter / TanzPflanzPlan AG bereits seit dem Frühjahr 2020 am TanzPflanzPlan und installierte dazu das TanzPflanzFeld (in Kooperation mit der Land- und Forstwirtschaftsschule Grottenhof).

Über performative künstlerische Interventionen wird das TanzPflanzFeld mit den BewohnerInnen der Nachbarschaft aktiviert. TanzPflanzPlan thematisiert den Umwidmungsprozess von Agrarflächen an den Rändern der Stadt in neue Wohnsiedlungen, im Gegensatz zu urban gardening im Stadtzentrum.

Die TanzPflanzPlan AG erprobt mit den Anwohner*innen Wetzelsdorfs und vielen Beteiligten eine circa 1000 qm große Anbaufläche direkt im Übergangs-, Schwellen- und Liminalitätsraum urbaner und ruraler Landschaftsformen als Pflanz- und Tanzraum.

*„Ihr müsst mit dem Kopf tanzen und mit den Beinen denken“ *Gret Palucca (Tänzerin)

Die Verbindung und die Moderation möglicher Missverständnisse sowie die Chance der Annäherung von urbanen / ruralen Situationen sollen in einem auf Nutzpflanzen und Pflanzendiversität ausgelegten Handlungs- und Experimentalraum gemeinsam bearbeitet werden. Die „Wetzelsdorfer Drehung“ ist zum einen eine Tanzchoreografie, verbunden mit dem Anbau von Nutzpflanzen im Lebensumfeld, deren Bearbeitung: säen, pflegen, ernten, und dem Versuch in Kooperation mit der Land- und Forstwirtschaftsschule Grottenhof und der AG AST, gemeinsame Ideen für die zukünftige Ernährung in den Städten direkt und praktisch in die noch nicht vorhandenen Gärten der angrenzenden Siedlungen zu übertragen.

De TanzPflanzPlan ist ein Praxisfeld, das Handlungsformen in der Landschaft, auf dem Acker, im Beet mit tänzerischen, performativen und künstlerischen Mitteln vorschlägt. Die Choreografie eines Zustandsraums im Umgang mit Pflanzen, Landschaft, Wetter und Gemeinschaft sieht vor, dass sich die Beteiligten auf unge- wöhnliche, neue und überraschende Formen des Zusammenlebens vorbereiten, offene Formen erproben, gemeinsam Rhythmus und Bewegung üben.

„Wo immer die (der) Tanzende auftritt, da entspringt dem Staub ein Quell des Lebens.“ Dschalal-ad-Din Muhammad Rumi (1207-1273)

Welche Rolle können Nutzpflanzen und Biodiversität für die Zukunft von gemeinsamem Wohnen spielen?
Wie kann es zu einer sinnvollen Verständigung zwischen landwirtschaftlichen Notwendigkeiten für eine zukünftige biologische Lebensmittelherstellung, den Lebensvorstellungen der urbanen Bevölkerung und der Verbindung zwischen städtischem und ländlichem Leben kommen?
Biologische Nutzpflanzen im Wohngebiet? Tanz und Performance?
Gemeinsam mit Anrainerinnen, Künstlerinnen und der Landwirtschaftlichen Fachschule?

In Wetzelsdorf ist es möglich. Seien Sie mit dabei und stimmen Sie ab, was in diesem Jahr auf dem TanzPflanzFeld in Wetzelsdorf gepflanzt wird!
Hier können Sie die Pflanzen wählen, die angebaut werden sollen.****


Vorheriges Projekt:
PLATZEN - School for Civic Action