2014, Berlin & Wien

Paradise Enterprise

"Paradise Enterprise"
Berlin & Wien, 2014

Direkter Urbanismus

transparadiso arbeitet von 2012 bis 2014 an Paradise Enterprise, einem Projekt im verschwundenen Paradiesgarten des ehemaligen Klosters in Judenburg. Mit künstlerischen Tools und Strategien erarbeitet das KünstlerInnenduo mit der Methode des Direkten Urbanismus längerfristige Perspektiven für Gemeinden. Ausgehend vom verschwundenen Paradiesgarten des ehemaligen Frauenklosters sind verschiedene künstlerisch-urbane Interventionen entlang des Flusses Mur vorgesehen.

Alle diese Interventionen sehen sich als urbanes Instrumentarium, um die Qualitäten des derzeit etwas im Schatten stehenden Murraumes in den Vordergrund zu bringen. Die Interventionen werden mit der schon eingeleiteten Planung dieses stadträumlich wertvollen Gebietes koordiniert. Um vor allem für die Jugend Zukunftsperspektiven zu entwickeln, formulierte transparadiso ein zweistufiges Konzept, das in einem ersten Schritt Jugendliche über urbane Interventionen aktiv involviert. Auf dieser Grundlage entsteht ein längerfristiges Konzept für die Entwicklung von Judenburg unter Einbeziehung gesellschaftlicher Fragestellungen. Um neue Perspektiven für Judenburg in der erforderlichen Komplexität zu eröffnen, bereitet transparadiso den Kontext für Kunstprojekte im öffentlichen Raum vor.

transparadiso wurde 1999 von Paul Rajakovics (Architekt und Urbanist) und Barbara Holub (Künstlerin) als Plattform für eine erweiterte urbane Praxis gegründet. transparadiso erforscht und entwickelt Strategien für Handlung und Kommunikation in Bezug auf aktuelle Fragen der Stadtplanung. Der Schwerpunkt liegt auf interdisziplinären Verbindungen zwischen Kunst, Urbanismus und Architektur, Theorie und Praxis. Direkter Urbanismus ist für transparadiso, neben „urban planning“ und „urban design“, eine dritte Ebene für die Umsetzung soziokultureller Projekte insbesondere in Klein- und Mittelstädten.


Vorheriges Projekt:
Girls Club

Nächstes Projekt:
transparadiso